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Wärme für Kinder e.V.
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Wärme für Litauen - Ofenbau in Ignalina

Tag 1 – 12.05.2004

12:00 Uhr, Abreise. Aufregung ist zu spüren. Fragen über Fragen. Was erwartet uns? Wie werden die Menschen in Litauen auf unser Engagement reagieren? Sind wir pünktlich? Müssen wir an den Grenzen mit größeren Wartezeiten rechnen?

Dann noch die Unsicherheit mit der Spedition. Donnerstag wird der Trailer beladen. Sonntag soll er erst in Ignalina ankommen. Was machen wir in dieser Zeit? Wir werden uns das Kinderheim anschauen und die notwendigen Schritte vorplanen.

Wir starten. Drei Fahrzeuge, 1 PKW 2 Transporter, sechs motivierte Thüringer Ofenbauer und ein Journalist.

Die erste Station ist Görlitz – Polnische Grenze.

Wartezeiten gab es keine. Die Herren an der Grenze zeigten sich insgesamt wenig motiviert. Das Deutsch-Polnische Beamtengespräch schien wesentlich interessanter als unsere Reisepässe. Sehr gut, wir sind in Polen. Die heutige Übernachtung ist ungewiss, wir machen es vom vorwärts kommen abhängig. Und genau da liegt das Problem. Schlechte Straßen, an Autobahnen ist kaum zu denken und die wenigen Kilometer warten auf Sanierung bzw. deren Fertigstellung. Oft sieht man Hinweise auf die Förderung der Straßenbauarbeiten durch die Europäische Union.

Nach 10 Stunden Fahrzeit haben wir gerade 550 km geschafft. Breslau (Wrozlaw) liegt vor uns. Die Motivation und Laune ist gerade noch OK. Die Entscheidung: Das erste Hotel ist unser. Ein schönes, neues Hotel. Die Zimmer sind gut und sauber. Und die Preise stimmen auch. Alle sind zufrieden.

Nach dem Abendessen bestellen wir uns zwei Taxis um gemeinsam eine Sightseeing-Tour quer durch Breslau zu starten. Schließlich wollen wir etwas sehen. Die Taxifahrer schienen eben ein Buch über Kamikaze, Formel 1 und Hochgeschwindigkeitsverfolgung gelesen zu haben. Mit blassen Gesichtern stiegen wir aus den Taxis aus.

Gesprächsstoff für den Abend. Breslau at Night. Sehr imposante Stadt mit vielen Kirchen. Wir können sehr gut die Unterschiede zwischen dem Land und der Stadt bemerken. Viel ist geschehen. Es wurde modernisiert und investiert. Zweifelhaft bleibt, ob es der Mehrzahl der Polen wirklich den erhofften Wohlstand bringen wird. Wir können deutlich die Gemeinsamkeiten zwischen Polen und Ostdeutschland entdecken.

Tag 2 – 13.05.2004

Frühstück halb acht. Wir wollen es heute bis zur Litauischen Grenze schaffen. Heute werden es bestimmt mehr Kilometer, dachten wir. Mehr als 600 km waren wieder nicht drin. Und das in insgesamt 14 Stunden - es war ein harter Trip. Von Breslau über Warschau nach Augustow, kurz vor der Litauischen Grenze. Nicht genug, dass die polnischen Straßen in einem schlechten Zustand sind und man Schlaglöcher viel zu spät entdeckt. Jetzt regnet es auch noch in Strömen. Viele Autos und LKW´s lassen uns nur sehr langsam voran kommen. Die Stimmung sinkt. Die tristeste der Landschaft, gemischt mit grauen, tief hängenden Wolken, helfen nicht gerade uns aufzumuntern.

Warschau liegt hinter uns. Weiter in Richtung Litauische Grenze. Ankunft in Augustow. Ein netter kleiner Ort etwa 50 km vor der Litauischen Grenze. Wir checken im Hotel „Warzawa“ ein. Um noch etwas zu Unternehmen, sind wir eigentlich zu müde. Nach dem Abendessen im hauseigenen Restaurant entschließen wir uns aber dennoch in die Stadt zu fahren.

Denn wenn wir schon einmal hier sind, wollen wir zumindest etwas sehen. Also Taxi gerufen und ab in die Stadt (Augustow, Kurort mit etwa 15.000 Einwohnern. Leider waren die Gehwege bereits "hochgeklappt". Ein einziger Pub hatte geöffnet und der war voller polnisch singender Teenies. 1 Bier und zurück in´s Hotel. Ein letzter „Absacker“ in der Hotelbar und gute Nacht.

 
 
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